Tag 1 + 2: Anreise von Hamburg nach Bangkok
Nun geht sie also los, meine dreiwöchige Asienrundreise. Ich werde über Bangkok dann Shanghai und Tokio besuchen, dazu zwei Stopovers in Seoul und Hongkong (wenn man schon mal da ist). Die Langstrecke nach Asien rein war über Bangkok am günstigsten.
Ich habe einen Nachtflug mit Thai International Airways über Frankfurt nach Bangkok. Wie sich herausstellt, eine gute Wahl. Man hat sehr viel Beinfreiheit, das Fluggerät ist sauber und modern, das Personal freundlich. Leider hat der Flug eine Stunde in Frankfurt Verspätung, da am Flugzeug offensichtlich noch etwas zurechtgebastelt werden muss. So kann ich zumindest noch die erste Halbzeit Schweden gegen Holland am Gate sehen. Leider ein müder Kick.
Bangkok - Golfplatz quer durch den Flughafen
Für die zwei Nächte in Bangkok habe ich bei Thai ein Stopover-Programm im Sheraton gebucht. Entsprechend holt mich eine Limousine am Flughafen kostenlos ab. Das ist doch nett.
Ich wohne im 21. Stock und kann direkt den Mae Nam Chao Phraya (ein Fluss) überblicken. Fein.
Fünf Stunden sind die hier uns voraus. Das heißt, gleich ist schon wieder Abend. Ich werde trotzdem noch schnell einen Blick auf die Stadt von unten werfen.
Katalysatoren am Wagen kennen die Thais offensichtlich nicht. Hier stinkt es wie in den siebziger Jahren in Hamburg. Kool sind die motorisierten Dreiräder namens Tuk Tuk, die als Taxi fungieren. Sie sind laut, schnell und eigentlich relativ willenlos.
Insgesamt gibt es in Bangkok drei Arten von Taxis. Zum einen die normalen viertürigen Autos, dazu die Tuk Tuk und zuletzt Motorradtaxis, die günstigste und im Stau schnellste Variante (wobei hier Stau deutlich häufiger ist als kein Stau). Man setzt sich einfach hinten als Sozius auf eine Schüssel und los geht’s. Wer mag setzt sich den zur Verfügung gestellten, schmuddeligen Helm auf.
Ich gehe lieber zu Fuß und schaue mir Chinatown an. Überall gibt es hier die berüchtigten Garküchen und später abends dann Essensmärkte. Mein Misstrauen überwiegt, ich mache nur ein paar Fotos davon.
Bangkok - Nächtliches Chinatown
An den Ampeln gibt es für die Autos oft eine Uhr, die anzeigt, wie lange noch rot oder grün ist. Das ist eine ganz gute Sache. In Singapur habe so was auch schon mal gesehen, glaube ich.
Die Thais finden wohl Langnasen (so nennen sich die Nicht-Asiaten) ganz gut. Sie sind jedenfalls freundlich und gesprächig, falls sie Englisch können. Etwas anstrengend sind die Taxi- und Tuktuk-Fahrer: Für sie ist es wohl nicht verständlich, dass man mal ein paar Schritte zu Fuß zurücklegen will. Alle paar Minuten hält eines an und man wird belabert, mitzukommen. Ich gehe trotzdem zu Fuß zum Hotel zurück.
Neben dem Sheraton ist nicht nur ein 7-Eleven (eine Supermarktkette, gibt es scheinbar auf der ganzen Welt), wo ich mir Wasser und ein Begrüßungsbier besorge, sondern auch ein Adidas-Outlet. Ich frage mich, ob Adidas davon weiß, dass hier ein Outlet ist, die Sachen sehen aber schon relativ original aus. Es ist vieles zweite Wahl und vom Umtausch ausgeschlossen. Ich kaufe mir ein schlichtes Trikot für 125 Baht. Ich kann keinen Makel an dem Stück erkennen.
Und wenn, ist auch egal. 125 Baht sind ungefähr 3€.
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